Im Rahmen der NRW-Ferienpraktikumsinitiative informierte sich Arbeitsminister Karl-Josef Laumann bei uns über Ausbildungsmöglichkeiten.
„Wer will es jetzt einmal ausprobieren?“ Soeben hat er gemeinsam mit seinem Praktikanten Elias Stricker erfolgreich einen Temperaturfühler an ein Lüftungsrohr angeschlossen. Jetzt schaut Michael Nowakowski in die Runde und lädt dazu ein, ebenfalls ein Signalkabel mit dem Temperaturfühlen zur verbinden. Er muss nicht lange bitten, vor allem nicht einen Mann wie NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Der ist bekanntlich gelernter Schlosser und hat heute noch Spaß an handwerklicher Tätigkeit.
»Je sicherer man sich bei der Berufswahl ist, desto mehr spart man Zeit.«
Karl-Josef Laumann


Elias Stricker (l.) ist einer von gut 4000 Jugendlichen in NRW, die die derzeitigen Schulferien zu einem Kurzpraktikum nutzen. Michael Nowakowski zeigt ihm, wie man einen Temperaturfühler an ein Lüftungsrohr anschließt. Auch Minister Laumann durfte später ganz praktisch Hand anlegen (rechtes Bild).
Laumann besucht den Heizungs- und Klimatechnikbetrieb Kliwa um Gewerbegebiet an der Fuggerstraße in Hiltup, der an den Ferien-Praktikumswochen NRW teilnimmt. Diese Ferien-Praktikumswochen feiern 2025 ihre Premiere und werden von der NRW-Landesregierung unterstützt. Worum geht es dabei? Jugendlichen ab 15 Jahren wird die Möglichkeit gegeben, in ihrer freien Zeit ein- bis dreitägige Kurzpraktika zu machen. Kostenlos ist das Angebot, an den Praktikumsplatz kommen die Jugendlichen ohne aufwendige Bewerbungsschreiben. elias Stricker hatte sich einfach bei dem Unternehmen gemeldet, das die Praktikumswochen koordiniert. Eine einfache Mail reichte. Zwei wünsche hatte der 17-Gymnasiast am Hiltruper Kardinal-von-Galen-Gymnasium angegeben. Er wollte wissen, wie der Arbeitsalltag als technischer Zeichner aussieht. Zudem interessierte ihn alles, was mit Steuerungstechnik zu tun hat. Die Koordinationsstelle vermittelte zwei Praktikumsstellen, eine davon bei Kliwa in Hiltrup. Gut 4000 Jugendliche nutzen in Nordrhein-Westfalen das Angebot der Praktikumswochen, erzählt Malte Bürder vom zuständigen Unternehmen stafftastic, das die interessierten Praktikanten mit ebenfalls interessierten Unternehmen zusammenbringt. Die Praktikanten haben die größtmögliche Freiheit: Sie entscheiden selbst, wann und für wie viele Tage sie mitmachen und welche Berufsfelder sie kennenlernen möchten. Bei Kliwa ist das Spektrum der Tätigkeit breitgefächert und reich von Kältetechnik bis zur Steuerung von Klima und Lüftung, stellte Elektromeister und Prokurist Ralph Wegener das Unternehmen vor. Die Automatisierung von Gebäudetechnik liege im Trend, erklärt er. Intelligentes Steuern und Regel sowie ragen der Gebäudeeffizienz spielen eine entscheidende Rolle, um Energiekosten und einen entscheidenden Beitrag für das Klima zu leisten. Kliwa wurde 1979 gegründet und beschäftigt mittlerweile 65 Mitarbeiter. Fünf Auszubildene gibt es aktuell. Allein in diesem Sommer beginnen drei Azubis bei Kliwa ihre Ausbildung. Einer davon ist Luis Paulick, der am 1. August gestartet ist und nun zwei Tage lang mit Praktikant Elias Stricker das Unternehmen kennenlernt, der sich besonders für Kältetechnik interessiert. „Das finde ich spannend“, erzählt er gegenüber dem Minister. Karl-Josef Laumann stellt fest, dass bei jungen Leuten der Trend in Richtung Berufsausbildung geht. Immer mehr Jugendliche, die die Schule beenden, streben eine Ausbildung an. Der Arbeitsminister ist immer ein Verfechter der dualen Berufsausbildung gewesen und davon überzeugt, dass eine handwerkliche Ausbildung die richtige Berufswahl sein kann. „Je sicherer man sich bei der Berufswahl ist, desto mehr spart man Zeit“, sagt er mit Blick auf die hohe Zahl an Abbrechern und Wechslern in der Ausbildung. Praktika können helfen. Weil es auch ganz praktisch zugeht. Der Minister macht es vor – als gelernter Schlosser. „Gutes Werkzeug habt ihr“, sagt er anerkennend.




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Original Beitrag: Ferien-Praktikumswochen NRW: Laumann in Hiltrup
Fotos: Michael Grottendieck









